Wechseljahre: Was passiert mit einer Frau?

Wechseljahre: Was passiert mit einer Frau?

Was, Wechseljahre? Davon bin ich doch noch Lichtjahre entfernt!

Sicher?

Meine Erfahrung ist es, dass viele Frauen gar nicht wissen, was es eigentlich bedeutet in die Wechseljahre zu kommen und was sich bei einer Frau im Körper und Geist alles so ändert.

Mein Tipp: Informiere dich rechtzeitig und überlebe im Nachhinein keine böse Überraschung. Informiere auch deinen Partner über dieses Thema, denn viele Aspekte erlebt ihr schließlich gemeinsam!

Wechseljahre, was passiert mit einer Frau? | MILAMAGAZIN

Die Wechseljahre, auch Klimakterium genannt, setzen meist gegen Ende der zweiten Lebenshälfte einer Frau ein. Jede Frau erlebt diese Phase anders.

Manche Frauen spüren kaum einen Unterschied zu vorher, andere haben jahrelang mit zahlreichen Beschwerden zu kämpfen.

Doch was sind die Wechseljahre genau und was geschieht dabei im Körper einer Frau?

Das Klimakterium

Hiermit wird die Zeit vor und nach der letzten einsetzenden Regelblutung einer Frau bezeichnet.

Mit dem Ausbleiben der Periode endet für die Frau auch die Zeit der Fruchtbarkeit und damit auch die Möglichkeit, schwanger werden zu können.

Das typische Alter liegt zwischen 40 und 50 Jahren. Die Umstellung wird dadurch eingeleitet, dass die Eierstöcke allmählich die Produktion der Geschlechtshormone, der Östrogene, zurückfahren.

Dadurch kommt es immer seltener zum Eisprung. Gleichzeitig sinkt die Fruchtbarkeit. In der Folge bleibt die monatliche Blutung immer häufiger aus.

Am Anfang ist der Zyklus meist verkürzt, gegen Ende der Wechseljahre verlängert sich dieser jedoch meist wieder. Am Ende des Klimakteriums bleiben die Blutungen schließlich ganz aus. Die letzte Blutung, die eine Frau hat, bezeichnet man als Menopause.

Das Klimakterium durchläuft insgesamt vier Phasen. Es beginnt mit der Prämenopause, in welcher sich der Progesteronspiegel senkt und der Zyklus beginnt, unregelmäßiger zu werden.

Es folgt die Menopause, mit welcher die Periode vollständig ausbleibt und die Eierstöcke nicht mehr aktiv sind. Danach folgt die Perimenopause, welche lediglich die Phase zwischen der Prä- und der Postmenopause definiert.

Zuletzt tritt die Postmenopause ein. Dies ist der Zeitraum nach der letzten Blutung. Er umfasst etwa 12 Monate.

Die Symptome

Das Klimakterium geht häufig mit zahlreichen Beschwerden und Symptomen einher. Die Bekanntesten sind dabei Hitzewallungen und Schweißausbrüche.

Auch Nachtschweiß ist eine typische Begleiterscheinung. Nach den Hitzeausbrüchen setzt häufig eine Kältewelle ein. Ein weiteres charakteristisches Symptom ist die Scheidentrockenheit. Dies ist auf die hormonelle Umstellung zurückzuführen

 Die Scheide produziert weniger Feuchtigkeit und auch die Scheidenhaut selbst wir dünner und dadurch empfindlicher. Dadurch steigt die Gefahr einer Infektion sowie kleinerer Verletzungen.

Beim Sex leiden Frauen mit einer trockenen Scheide zudem häufig unter Schmerzen. Zudem steigt auch die Wahrscheinlichkeit einer Harnwegsinfektion. Ebenfalls bedingt durch die Veränderungen im Hormonhaushalt können auch Stimmungsschwankungen sowie eine innere Unruhe auftreten.

Die Stimmungsschwankungen können sich als depressive Verstimmung äußern, aber auch als Antriebslosigkeit oder Nervosität. Naturgemäß verändert sich auch der Zyklus. Auch dies ist auf das hormonelle Ungleichgewicht zurückzuführen.

Die Monatsblutungen werden unregelmäßiger und die Blutungen selbst können stärker ausgeprägt sein. Nicht selten erfolgt auch eine Gewichtszunahme. Dies liegt an dem sinkenden Kalorienbedarf und der schwindenden Muskelmasse.

Generell steigen auch das Risiko einer Herzkreislauferkrankung sowie das Osteoporoserisiko durch die hormonellen Veränderungen im Körper.

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Mögliche psychische Folgen

Neben den körperlichen Symptomen können die Veränderungen auch eine psychische Belastung darstellen.

Viele Frauen haben zunächst das Gefühl, keine richtige Frau mehr zu sein, da ihnen die wichtigste Eigenschaft, die Fruchtbarkeit, fehlt.

Die Gewissheit, von nun an keine Kinder mehr auf natürlichem Wege zur Welt bringen zu können, wirft manche Frau aus der Bahn und bringt sie ins Grübeln. Zudem setzt das Bewusstsein ein, nun schon einen Großteil seines Lebens hinter sich zu haben.

Viele Frauen fühlen sich alt und auch nicht mehr weiblich genug, da häufig auch die sexuellen Probleme hinzukommen.

In schlimmen Fällen sollte man sich deshalb an einen Psychiater oder Psychologen wenden. Grundsätzlich hilft es, mit anderen Betroffenen und auch nahestehenden Personen über die eigenen Ängste und Empfindungen zu sprechen.

Helfende Maßnahmen

Bei den Wechseljahren handelt es sich nicht um eine Krankheit, die behandelt werden muss. Allerdings kann es notwendig werden für das eigene Wohlbefinden, schwerwiegende Symptome zu lindern.

Eine Möglichkeit ist eine Hormontherapie.

Dem Körper werden die Hormone wieder zugeführt, die er selbst nicht mehr produziert. Dadurch können die Beschwerden abgemildert werden. Allerdings haben Hormone auch immer selbst Nebenwirkungen, die es abzuwägen gilt.

So ist das Risiko, ein Blutgerinnsel zu entwickeln oder an Brustkrebs zu erkranken erhöht. Bei der Wahl der Hormone wird unterschieden zwischen der Beigabe nur eines Hormons im Rahmen einer sogenannten Monotherapie, oder einer Kombination aus den Hormonen Östrogen und Gestagen.

Erhältlich sind die Hormone in Form von Tabletten, als Gel, Nasenspray oder als Pflaster. Gegen die akute Scheidentrockenheit können gezielt östrogenhaltige Cremes helfen sowie Gele und Zäpfchen, die direkt eingeführt werden können.

Eine Erleichterung beim Geschlechtsverkehr bilden auch feuchtigkeitsspendende Cremes oder ein Gleitmittel. Weiter kann man auch auf die Wirkung pflanzlicher Präparate setzen. Hier finden sich vor allem die Traubensilberkerze oder der Mönchspfeffer wieder. Diese wirken sich regulierend auf den Hormonhaushalt aus.

Für einen erholsameren Schlaf kann man Baldrian, Melisse, Passionsblume oder Hopfen einnehmen. Generell hilft es dem Körper, einen gesunden Lebensstil zu führen. Hierzu zählt eine ausgewogene, gesunde Ernährung sowie Ausreichend Bewegung und Sport.

Stress sollte möglichst vermieden oder mit Hilfe von Entspannungsübungen abgebaut werden.

Schwangerschaft und Verhütung

Grundsätzlich beendet die Menopause die Fruchtbarkeit der Frau.

Es kann aber in Ausnahmefällen doch passieren, dass eine Frau noch schwanger wird. Aus diesem Grund sollte man sich weiterhin mit dem Thema der Verhütung befassen und vorsorgen.

Endgültig auf die Verhütung verzichten kann man erst etwa ein Jahr nach der Menopause. Dies gilt für Frauen mit einem natürlichen Zyklus, also ohne die Einnahme künstlicher Hormone.

Hier ist die Postmenopause beendet.

Fazit:

Die Wechseljahre sind eine schwierige Phase im Leben jeder Frau. Für meine Mutter war es damals sehr wichtig einen verständnisvollen Mann an ihrer Seite zu wissen, der sie unendlich liebt und sie immer unterstützen wird.

Bereite dich und deinen Partner bestmöglich vor. 

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